| Minotaurus
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Erstellt am 04.05.2012, 00:27 Uhr
Richtig, @Nackig, und ein selbst schwuler Schwulenfeind wie Du sollte in einem Schwulenforum keine Propaganda für Homophobie betreiben. 
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| Minotaurus
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Erstellt am 04.05.2012, 00:16 Uhr
Freund @Nackig hat den Nachteil, dass er heute nicht mehr weiß (oder sich scheut nachzusehen) , was er gestern und in den vorangegangenen Tagen geschrieben hat. Er will doch tatsächlich hier weismachen, Freund @Nuwas habe Recht mit seiner einseitigen Behauptung, Weber hätte in seinem Buch nur die calvinistischen Wurzeln des Kapitalismus behandelt. Was für ein ausgemachter Schmarren! Denn Freund @Nuwas hat mitnichten den lutherisch geprägten Pietismus erwähnt und dessen Mitgründer Spener, der sich in seinen "Theologischen Bedenken" ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Wer offensichtlich keine Ahnung von den theologischen und sozialhistorischen Zusammenhängen hat (wie in vielen anderen Bereichen ja auch), das ist unser herzallerliebster "Praktiker" @Nackig, der ja laut seiner eigenen Einlassung mit "normalen" Leuten verkehrt. Vielleicht sind diese "Normalen" ja diejenigen, die in des @Nackig "Praxis" auftauchen, um sich von Homosexualität heilen zu lassen
Und es ist keineswegs eine besondere Auszeichnung, wenn nun @Nuwas und der wieder aufgetauchte Mehrfach-Nicker @Jaund Beifall klatschen zu dem von Halb- und Nichtwissen strotzenden jüngsten Beitrag, den Freund @Nackig präsentiert. Zwar weiß er zu dem Schwulenverbot in Russland oder zum Zoff um schwule Paare in Pfarrhäusern nichts zu sagen (um die es in diesen, von mir hereingestellten Threads eigentlich gehen soll!) , von den gehässigen Bemerkungen abgesehen, in Russland sei das eben eine "kulturelle Eigenart" und Schwule sollten sich gefälligst einen anderen Beruf als den des Geistlichen aussuchen. Aber was uns Freund @Nackig da wieder als religionshistorischen Bären aufzubinden trachtet, muss leider ins Reich der -biblisch gesprochen - geistig Armen verwiesen werden - na ja, die kommen wenigstens ins Himmelreich 
Mit zwei Zitaten aus dem Alten und Neuen Testament soll nämlich belegt werden, dass die in der Kirchengeschichte heftigst umstrittene Trinitätslehre von der Dreieinigkeit Gottes auf der jüdisch-christlichen Tradition der Zahl 3 beruhe. Nichts ist falscher als das. Denn eine göttliche Dreierkombination findet sich schon Jahrtausende vorher im Sumerischen und Altbabylonischen, bei Homer ebenso wie im Altindischen oder der altpersischen Mithrasreligion, bei den alten Ägyptern, der Edda, den Etruskern und im Mahayana-Buddhismus. Der christliche Trinitätsbegriff ist erst im Laufe der ersten christlichen Jahrhunderte entwickelt worden und nimmt sehr spät einen uralten mythologischen Topos auf. Vincent Hopper hat die "doktrinäre Schwäche des Christentums" mit der ursprünglich nur auf Vater und Sonh beschränkten Zweiheit aufgezeigt.
Wenn uns hier irgendjemand "Bildungsfragmente" zumutet und dann auch noch von Falschbehauptung zu Falschbehauptung hechelt, dann ist das unser geschätzter Freund @Nackig, der sich allenfalls immer mehr als Praktiker einer pseudowissenschaftlich verbrämten Homophobie herausstellt. Mich weiterhin mit dem scheinargumentativen Mummenschanz eines zynischen Provokateurs herumzuschlagen, dazu ist mir nun meine Zeit endgültig zu schade - Schwulenverbot in Russland und schwule Paare in Pfarrhäusern hin oder her.
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| Minotaurus
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Erstellt am 03.05.2012, 22:35 Uhr
Oh Gott, ein schwuler Rektor!
Hat es je noch eines Beweises bedurft, dass Frömmler aller Sorten einen - pardon! - an der Klatsche haben? Und zwar nicht nur in den fernen USA, sondern auch hier in dem angeblich so aufgeklärten Deutschland. Aber wenn sogar in einem schwulen Forum wie gays.de die Homophobie lediglich als lästige Randerscheinung abgetan wird, die auch noch als "kulturelle Eigenart" beschönigt und entschuldigt wird, dann brauchen wir uns wahrlich nicht mehr zu wundern, wenn in einem deutschen Provinzkaff jemand kein Rektor wird, weil das ein paar Oberfrommen samt ihrem Gemeindepfarrer nicht in den Kram passt. Der zum Rektorposten Ausersehene hat nämlich in den Augen der Glaubensverzückten nicht nur die falsche christliche Konfession - zu allem Übel ist er auch noch "Herr, erspar uns dies Sodom und Gomorrha" schwul. SPIEGEL ONLINE berichtet diesmal nicht aus sündengefährdeten Pfarrhäusern, sondern von einem teutonisch homophoben Affentheater.
Zitat:
"Er ist bestens qualifiziert, erfahren, beliebt. Und er war der einzige Bewerber. Die Stelle als Rektor einer niedersächsischen Grundschule hatte ein Bremer Lehrer schon in der Tasche. Bis Dorfbewohner erfuhren, dass er evangelisch ist - und schwul.
Bürgermeister, Lehrer und Eltern, alle waren sich einig: Dieser Bremer Lehrer ist der ideale Rektor für die Grundschule in Rechterfeld, einem Ort der Gemeinde Visbek im Oldenburger Münsterland. Einige Dorfbewohner aber sahen es offenbar anders, denn der Kandidat ist evangelisch und homosexuell - und im niedersächsischen Rechterfeld sind gut drei Viertel der 1200 Einwohner katholisch. Einige äußerten offenbar Bedenken, daraufhin verzichtete der Bewerber. "
Das gnadenlos dämliche Gegeifer einiger glaubensinbrünstiger Schwulenfeinde und die Folgen für Schule und Schüler stehen hier im ganzen Artikel:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/niedersachsen-schwuler-lehrer-zieht-rektor-bewerbung-zurueck-a-831191.html
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| Minotaurus
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Erstellt am 02.05.2012, 22:31 Uhr
Wer seinen Weber genau gelesen hat, einschließlich der Anmerkungen, der weiß auch, dass sich die sogenannte Arbeitsethik mitnichten auf calvinistische Landstriche beschränkt hat, sondern ebenso in luthertreuen und katholischen Gegenden rasch Fuß fasste. Weber verweist sogar auf die altwürttembergische Gerber- und Weberstadt Calw, in der ein orthodoxes Luthertum die beherrschende Glaubensrichtung war. Der Großvater von Hermann Hesse, Hermann Gundert, war der Leiter des seinerzeit bedeutenden Calwer Verlages, dessen Schriftgut lutherisch geprägt war. So mag Freund @Nackig gerne seinen Weber noch einmal sehr gründlich studieren und sich fragen lassen müssen, ob seine Theorie von den monotheistischen Religionen als Widersacher des Kapitalismus Bestand haben kann..
Ausgesprochen schade, dass wir derzeit hier im Forum keinen Vertreter aus einem evangelischen Pfarrhaus haben., ebenso wenig wie einen russischen Popen.
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| Minotaurus
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Erstellt am 02.05.2012, 19:23 Uhr
Zwischenruf:
Manchmal ist es einfach unerträglich, wie Freund @Nackig versucht, die Leser dieses Forums für dumm zu verkaufen. Das Christentum als große monotheistische Weltreligion (Achtung: Die Dreifaltigkeit ist ein versteckter Polytheismus) hat sich dem Kapitalismus keineswegs widersetzt, sondern dieser ist dadurch erst entstanden. Das hat der Soziologe Max Weber eindeutig belegt in seinem epochemachenden Standardwerk "Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus"
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| Minotaurus
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Erstellt am 02.05.2012, 19:10 Uhr
Erklärender Hinweis: Petrus Canisius (1521 - 1597; 1925 heiliggesprochen) war als erster Deutscher dem Jesuitenorden beigetreten und der führende Theologe der katholischen Gegenreformation. Die wichtigsten Werke des Canisius sind drei umfangreiche Katechismen. Es war Canisius, der den Begriff der Todsünde oder himmelschreienden Sünde erfunden hat, der seither zum festen Bestandteil des katholischen Glaubensgutes gehört.
Im protestantisch theologischen Umfeld (dazu gehören auch Pfarrhäuser!) wird die sogenannte Tatsünde hervorgehoben.
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| Minotaurus
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Erstellt am 02.05.2012, 18:43 Uhr
Schwuler Pressesprecher muss aufgeben
Sie ticken einfach anders: die Uhren in Europa und den USA. Deutschland leistet sich einen schwulen Außenminister, Paris und Berlin werden von schwulen Bürgermeistern regiert, die sogenannte Homo-Ehe ist in etlichen europäischen Ländern gesetzlich verankert. In den USA hingegen hat nun der Pressesprecher des designierten republikanischen Präsidentschaftskandidaten Romney nach zwei Wochen das Handtuch geworfen. Es blieb wohl auch kaum etwas anderes übrig. Denn homophobe Kreise der Republikaner hatten zur Jagd auf den Pressesprecher geblasen, der nicht nur offen schwul ist, sondern sich zudem für die Homo-Ehe eingesetzt hat. SPIEGEL ONLINE berichtet heute über das prominente Opfer der Homophobie in den USA.
Zitat:
"Richard Grenell war nur zwei Wochen im Amt. Jetzt hat der außenpolitische Sprecher des designierten US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney seinen Rücktritt verkündet: Kritik von Erzkonservativen an seiner Homosexualität habe ihn zu diesem Schritt bewogen.
Washington - Es ist das abrupte Ende einer politischen Karriere: Richard Grenell, außenpolitischer Sprecher des designierten republikanischen US-Präsidentschaftkandidaten Mitt Romney, ist nach knapp zwei Wochen im Amt zurückgetreten. Laut einem Bericht der "Washington Post" deutete Grenell an, dass er seinen Posten geräumt habe, weil Konservative in seiner Partei offen Vorbehalte gegen sein Schwulsein und sein Eintreten für die Homo-Ehe geäußert hatten. Eine "aufgedrehte und voreingenommene Debatte" über persönliche Angelegenheiten würde ihn in seiner Arbeit beeinträchtigen, sagte Grenell demnach.
Grenell bedankte sich in der Erklärung bei Romney dafür, dass dieser an ihn geglaubt habe und dass "offenes Schwulsein für ihn und sein Team kein Thema war".
Hier steht der ganze Artikel:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,830909,00.html
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| Minotaurus
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Erstellt am 02.05.2012, 01:11 Uhr
Hochzuverehrender @Silberblick,
da es sich diesmal um Homophobie im christlichen Umfeld, sogar um einen Feldzug gegen schwule Paare in Pfarrhäusern dreht, kann es nicht ausbleiben, die hier im Forum vorgetragenen unterschiedlichen Positionen auch durch Literaturverweise zu untermauern. Ob nun diese Literaturangaben von einigen Usern benutzt werden oder nicht, ist ganz in deren Belieben gestellt.
Es steht einem sogenannten Gay-Forum gut zu Gesicht, wenn auch anspruchsvollere Themen und Beiträge zur Diskussion gestellt werden können (gegebenenfalls auch mit Literaturverweisen, wie in kultivierten Kreisen üblich) , ohne gleich mit hämischen und bildungsfeindlichen Moderatorenkommentaren garniert zu werden. Darüber, mit welchen Hinweisen und Anmerkungen, auch literarischen, ein Debattenbeitrag unterfüttert wird, hat ein Moderator keinesfalls zu urteilen, schon gar nicht, wenn er sich den Richtlinien für das Allgemeine Forum entsinnt.
Zugegeben - Homophobie rund ums Pfarrhaus ist kein Thema für diejenigen, die ein sogenanntes Gay-Forum letztlich nur für die virtuelle Abart eines Männerbordells halten. Jedoch haben Diskutanten des Allgemeinen Forums ein Recht darauf, sich ohne sachfremde Moderatoreneinwürfe austauschen zu können.
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| Minotaurus
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Erstellt am 02.05.2012, 00:35 Uhr
Schwulenfeindliche Schwarmgeister, die sich so gerne auf "christliche Traditionen" und "kulturelle Eigenarten" berufen, dürfen wieder einmal triumphieren. Denn in St. Petersburg sind jetzt mal auf einen Schlag mindestens 17 Leute verhaftet worden, die es wagten, die Regenbogenfahne in der Stadt zu zeigen. Per Gesetz war die "Werbung für Homo-, Bi- und Transsexualität" in der russischen Metropole verboten worden. Unterstützung bekommt die Schwulenfeindlichkeit in Russland vor allem durch die russisch-orthodoxe Kirche, die "westliche Werte" (was hier schon im Forum als "schwule Spaßgesellschaft" denunziert wurde) ablehnt. SPIEGEL ONLINE hat den folgenden Bericht aus St. Petersburg ins Netz gestellt.
Zitat:
"Die Regenbogenfahne ist in Deutschland allgegenwärtig, in St. Petersburg offenbar ein gefährliches Utensil: Mindestens 17 Demonstranten hat die Polizei in der russischen Metropole festgenommen, weil sie das Symbol für Schwulenrechte schwenkten - ein Verstoß gegen das neue Propaganda-Gesetz.
Moskau - Nun drohen empfindliche Geldstrafen - die Polizei in St. Petersburg hat bei Protesten gegen das umstrittene Verbot sogenannter Schwulenpropaganda mindestens 17 Demonstranten festgenommen. Sie hätten Regenbogenfahnen geschwenkt und Plakate mit Aufschriften wie "Homophobie ist illegal" getragen, sagte ein Polizeisprecher laut der Agentur Ria Nowosti. Auch der Sprecherin einer örtlichen Initiative für die Rechte von Schwulen zufolge erfolgten die Festnahmen als Reaktion auf das Schwenken der Regenbogenfahne.
Die Polizei erklärte beim Zugriff in der zweitgrößten russischen Stadt, die Aktivisten hätten gegen das seit März geltende Propaganda-Verbot für Homo-, Bi- und Transsexualität verstoßen. Wer gegen die Regelung verstößt, muss nun bis zu 500.000 Rubel - umgerechnet rund 12.800 Euro - und damit mehr als ein durchschnittliches Jahresgehalt an Strafe zahlen. Bereits Anfang April waren zwei Aktivisten für Homosexuellen-Rechte in St. Petersburg festgenommen worden."
Der ganze Artikel steht hier:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,830800,00.html
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| Minotaurus
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Erstellt am 01.05.2012, 23:36 Uhr
Bester @Nuwas van Hoogstraten, Ihr Angebot, den Dunkelmann abgeben zu wollen, ehrt Sie zweifellos. Doch ich bin nicht der Verfasser des "verbo mirifico" und muss daher dessen Glanzes entbehren.
Was sogenannte christliche Tradition aus dem Neuen Testament teilweise gemacht hat, brauche ich Ihnen wohl nicht näher zu erläutern.
Wie haben sich schon beim Konzil von Nicaea die Vertreter verschiedener Auslegungsrichtungen mit derber Handgreiflichkeit in die Wolle bekommen; wie erbittert (teilweise mit Todesurteilen) ist der Arianerstreit geführt worden; was für unselige Debatten wurden und werden geführt ums Abendmahl, um die Sakramente; wie haben sich Calixtiner und Taboriten bekämpft usw. usw. , und jeder mit dem Anspruch, die richtige Auffassung von Christentum zu haben. Die Kirchengeschichte ist das Musterbeispiel für religiöse Unduldsamkeit.
Es gibt beileibe keine einheitliche christliche Tradition, schon gar nicht in Bezug auf das Neue Testament. Das müsste spätestens seit Renan, D.F.Strauss und Albert Schweitzer in den muffigsten Betzirkel gedrungen sein. Worauf also will sich denn Freund @Nackig berufen? Eines jedoch gibt es in den christlich sich nennenden Kirchen: Die einheitliche Tradition der Homophobie. Und darauf soll und kann irgend jemand hier im Forum stolz sein?
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