Thema: Umgang mit äußerlichem Altern

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brimborium

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brimborium

Umgang mit äußerlichem Altern
Hi ihr Forumsteilnehmer,

ich lese schon lange hier im Forum mit und finde es immer sehr interessant, was ihr alle zu den verschiedenen Themen zu sagen habt. Vor allem die Diskussionen zum Thema Alter verfolge ich immer, weil ich mir da auch so meine Gedanken darüber mache. Meistens wird hier darüber diskutiert, ob und wie ältere Männer und jüngere Männer zusammenpassen. Aber in meinen Beitrag geht es gar nicht darüber.
Ich würde von euch gerne wissen, wie ihr mit dem eigenen äußerlichen Altern klar kommt. Ich gehe jetzt langsam auf die 40 zu und habe große Probleme damit zu akzeptieren, dass alles nicht mehr so straff, glatt und feinporig ist wie in meinen 20ern. Obwohl ich fast täglich ins Sportstudio gehe und versuche, den Status Quo so gut es geht zu erhalten, merke ich, dass ich immer mehr tun muss, um ihn zu halten bzw. ihn gar nicht mehr halten kann. Die Haare gehen aus, das Bauchfett setzt immer mehr an, die Haut bekommt mehr Flecken und so weiter.
Schon als schwuler Teenager hatte ich mein eigenes Idealbild eines Typen vor Augen: Anfang bis Mitte zwanzig, sportlich bis athletisch und dadurch ein markantes Männergesicht, aber dennoch ein bisschen jungenhaft und mit schöner Haut mit schönem Teint. So gut es ging, habe ich dieses Idealbild in meinen jungen Jahren auch selbst für mich zu erreichen versucht und wollte natürlich auch immer solche Idealkerle haben. Da ich damals schon ins Sportstudio ging, war ich tatsächlich auch von genau solchen jungen Männern umgeben. Und dieses Idealbild, das ich einmal im Kopf hatte, habe ich damals auch von meinen eigenen Aussehen gefordert, soweit umsetzbar.
Jetzt, mit Ende 30, finde ich immer noch dieselben jungen Männer gut, die ich mit 19 schon gut gefunden habe. Und wenn ich damals so gut es ging selbst dem Idealbild nacheifern konnte, geht es jetzt natürlich beim besten Willen nicht mehr. Ein Blick in den Spiegel genügt, und ich sehe, dass es einfach nur noch lächerlich wäre, mit den inzwischen 15 bis 20 Jahre jüngeren Typen mithalten zu wollen. Rational ist mir das auch alles klar, und rational will ich das auch gar nicht mehr. Aber emotional kriege ich das einfach nicht auf die Reihe. Wenn ich heutzutage, gerade im Sportstudio, von diesen Idealtypen umgeben bin, dann macht mich das regelrecht fertig. Ich verfalle in eine Art „Ästhetik-Rausch“, wenn ich sie sehe. Diese jungen Typen machen mich an, und ich fühle mich sehr schlecht, wenn ich diese Geschöpfe mit meinem End-30er-Aussehen vergleiche, in das ich so viel Arbeit und Energie stecke, um den Schaden so gering wie möglich zu halten.
Geht es einem von euch auch so? Oder hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und hat Tipps auf Lager, wie man aus diesem negativen Gedankenstrudel rauskommt? Wie gesagt, rational ist mir klar, dass ich einfach da drüber stehen müsste und mit der Gelassenheit des fortschreitenden Alters drüber hinweg sehen müsste. Aber ich kann nicht über meinen Schatten springen und fühle mich trotzdem mies.
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Geschrieben am 31.01.2012 um 21:39.

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Lederduft

Beiträge: 284

Lederduft

Servus, mein Lieber,

ich kann mich nicht von dem Gedanken abschütteln, daß hier ein Werbefachmann unterwegs ist... Sollte ich hier daneben liegen: Sei herzlich willkommen: Erfahrungsgemäß kann 'Altern' nur mit dem individuellen Ableben bekämpft werden.
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Geschrieben am 31.01.2012 um 22:01.

Geändert am 31.01.2012 um 22:05.

checker

Beiträge: 371

checker

wehrter brimborium,
mit deinem kummer und sorgen über die äußerlichen auswirkungen des alterns, kann ich dir nur sagen:
bleib lieber locker und entspann dich. geniesse jeden tag und nimm dich so an wie du bist. das alter
bringt wesentlich schlimmere begleiterscheinungen, wie krankheiten und gebrechen mit sich. sei dank -
bar, wenn du ziemlich lange fit und gesund bleibst. das jugendliche aussehen ist bei weitem nicht alles,
wenn das innere nicht passt, bringt dir ein schönes äußeres auch nichts.
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Geschrieben am 31.01.2012 um 22:21.

brimborium

Beiträge: 8

brimborium

lieber checker,
danke für deine antwort und dein anregungen. Wenn ich deinen beitrag lese, komme ich mir wie ein oberflächlicher, dummer und ungebildeter Mensch vor, für den nur äußerlichkeiten zählen. aber ich bin gar nicht so.
vom verstand her weiß ich, dass du zu 100% recht hast - natürlich bringt mir mein depri-gefühl nichts. und selbstverständlicht gibt es viel schlimmeres im alter, wie krankheiten, gebrechen etc.
aber trotz dieser rationalen gedanken verhindert das alles nicht, dass die negativen emotionen mich belasten. und das ist mein knackpunkt.
aber danke für deinen beitrag!
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Geschrieben am 31.01.2012 um 22:28.

Gelöschtes Mitglied

Kein Mensch käme auf die Idee, dich, lieber @brimborium, für einen ungebildeten Menschen zu halten. Wer so lange Texte so hinkriegt, kann mit der Feder umgehen.- Dein Problem teilen viele. Mir scheint aber, dass du dir zu früh Sorgen machst. Als jemand, der Muckibuden besucht, wirst du ein sportliches Aussehen haben, und was dir an jugendlichem Schmelz und letzter Perfektion fehlt, kannst du leicht wettmachen durch Erfahrung, Eleganz, Geschmack.Denk nur daran, dass ein schwellender Bauch schlecht für die Liebe ist. Solange unter dem Shirt die Muskeln noch schwellen , die Taille noch schmal ist, bist du für die meisten Jüngeren attraktiv., ja, der ideale ältere Kamerad.- Da ich das Verfallsdatum überschritten habe, kann ich dir leider keine konkreten Hinweise auf alle Arten von Cremes, Düften, modischen Accessoires geben. Aber das ist es meistens auch nicht, was jüngere Freunde suchen.Besser ist gemeinsames Laufen, gemeinsame Ausflüge, gemeinsames Trainieren, bei dem du hoffentlich manchen noch etwas beweisen kannst. Dann bleibt dir durchaus der schwarzhaarige Junge!
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Geschrieben am 01.02.2012 um 17:57.

brimborium

Beiträge: 8

brimborium

Lieber Nuwas,

danke auch für deinen Text. Und dafür, dass du schreibst, dass viele mein Problem teilen. In meinem schwulen Umfeld stoße ich damit nämlich weitgehend auf Unverständnis. Nicht, was die Sache an sich angeht - das äußerliche Altern finden die wenigsten toll - aber die Intensität, mit der es sie belastet. Die meisten sagen sowas wie: "Ich finde das auch nicht gut, aber was soll man machen. Ist nun mal so." Und sie haben ja auch Recht damit! Aber genau diese Gelassenheit fehlt mir. Ich wollte gar keine Tipps zu Cremes, Düften und Accessoires haben. Das, was man (auf)trägt, muss ja auch irgendwie zum Alter passen, sonst wirkt es lächerlich. Wenn ich mit einer Justin-Bieber-Frisur und tiefsitzenden Jeans mit Röhrenverlauf in der Gegend herumturnen würde, so wie die Jungs das momentan machen, sähe ich aus wie ein Kasper. Solche Tipps brauche ich gar nicht. Ich würde vielmehr gerne wissen, wie ich es schaffe, dass mir das alles nicht mehr so wichtig ist? Wie kann ich da mehr Gelassenheit entwickeln? Wie kann ich es vermeiden, dass mir jedes Mal, wenn mir so ein "perfekter" Adonis begegnet, die Spucke wegbleibt und anschließend der Kummer einsetzt? Auch selbst der schwarzhaarigen Junge, wie Nuwas beschreibst, bleibt, so stehe ich ja daneben und gebe gemäß meiner eigenen Idealvorstellungen eben keinen guten Vergleich ab. Kurz: In den Momenten möchte ich nicht nur sowas haben, sondern gleichzeitig sowas sein.
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Geschrieben am 02.02.2012 um 12:21.

Silberblick

Moderator

Beiträge: 9103

Silberblick

Vielleicht wäre da erst die Frage zu klären, warum Du Dich nicht so akzeptieren kannst, wie Du bist? Du bist Dir ja schon einiger Tatsachen bewusst, auch, dass vergangenes nicht wieder hergestellt werden kann.
Gab´s denn in Deiner Jugend Versäumnisse, die Du jetzt noch nachholen willst?
Möglich auch, dass Du eine verpasste Kindheit hattest. Gib uns doch ein paar Ansätze.
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Geschrieben am 02.02.2012 um 13:51.

Gelöschtes Mitglied

Lieber @Brimborium,
ich sehe schon, dir ist schwer zu raten.Andere hätten sich vielleicht mit dem Hinweis darauf, die Accessoires der Jugend zu verwenden, abspeisen lassen, aber du gehst aufs Ganze. Du kannst und willst dich nicht mit deiner Situation abfinden, willst gleichberechtigt jung sein. Da gibt es gar keinen Rat, und Silberblicks Hinweis auf die Defizite in der Jugend hilft da auch nicht weiter. Denn wir akzeptieren nicht leicht, dass die Jugend vorbei ist. Und der ihre Schönheiten genossen hat vielleicht noch weniger als der, dem die Jugend in Teilnahmslosigkeit und Feigheit vergangen ist.Und wenn dir die Spucke beim Anblick manch eines Adonis stecken bleibt, dann kann ich dir nur sagen, dass das in zwanzig Jahren ebenso sein wird. Dann zieh sie mal mit Gewalt in den Schlund, und konzentrier dich beim Sprechen.Tu auch ein bisschen unbeteiligt und ungerührt.
Da du aber nicht ganz ohne den Versuch eines Ratschlags bleiben sollst, lies die Sonette Shakespeares. Da verzehrt sich auch ein Liebender in der Anbetung eines jungen Mannes, und ein wenig von dessen Glanz geht auf den Verehrer über.Ganz treu ist der Junge auch hier nicht, und da gibt es noch eine "schwarze" Dame...Das 129.Sonett (das Wilde so schätzte) musst du nicht lesen.Es ist zu pessimistisch, und dein Urteil über "lust in action" ist hoffentlich noch günstiger. Das Buch eignet sich auch gut als Geschenk für schwarzhaarige Jungen.
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Geschrieben am 02.02.2012 um 15:51.

brimborium

Beiträge: 8

brimborium

@ Silberblick: Es gab eigentlich keine Versäumnisse - ich hatte früh mein Coming Out und hatte ebenfalls mein Wechselbad an langen und kurzen Beziehungen und flüchtigen Geschichten, alles mit tollen und weniger tollen Männern. Insofern unterscheidet mich da nichts von anderen Schwulen. Ich kann nicht bewusst sagen, dass ich was verpasst habe.

@ Nuwas: Du siehst das richtig, bisher kann und ich will ich mich mit der Situation nicht abfinden. Aus diesem Grund schreibe ich ja überhaupt hier alles nieder, weil ich dachte, dass jemand von euch vielleicht Ähnliches erlebt hat und mit der Zeit darüber hinweggekommen ist und mir entsprechend davon berichten könnte, wie er das angestellt hat.
Was genau meinst du denn damit, sie "mit Gewalt in den Schlund zu ziehen und mich beim Sprechen zu konzentrieren?"
Die Sonette werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen.
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Geschrieben am 03.02.2012 um 11:47.

Jaund

Beiträge: 84

Jaund

Lieber Brimborium,

zunächst einmal möchte ich dir sagen, dass ich deinen Gedankengängen hier voll und ganz folgen und diese auch vollkommen nachvollziehen kann! Ich finde es sehr gut, dass Du deine festen Vorstellungen und Ideale hast, unabhängig von deinem jeweiligen eigenen Alter (das sich ja naturgemäß beständig ändert) einen festen Geschmack und feste Vorlieben. Das zeugt von einer festen Persönlichkeit! Auf der anderen Seite mußt Du aber auch den Preis dafür bezahlen, es eben nicht so leicht zu haben, wie jemand, der es leichtfüßiger nimmt und eben bereitwillig auf einfachere Ideale ausweicht, die entsprechend einfacher zu bekommen bzw. zu bedienen sind um halt írgendwie irgend jemanden oder irgendetwas noch zu bekommen. Ich kann dich sehr gut verstehen! Dir hierbei aber zu helfen, noch dazu im Forum, dürfte wirklich nicht einfach sein. Ich kann dir im Moment nur den Rat geben trotz der zunehmenden Schwierigkeiten deinen Idealen treu zu bleiben, möchte dir dabei aber dringend ans Herz legen aufgrund der immer weiter zunehmenden Schwierigkeiten, gegen die niemand etwas tun kann, da es die Natur ist, NICHT bösartig oder gar zynisch zu werden! Viele, die ähnlich empfinden wie Du - auch ich zähle mich übrigens selbst dazu, neigen dazu aufgrund ihrer Situation irgendwann bösartig oder zynisch zu werden. Damit ist dann aber niemandem geholfen, am wenigsten dir selbst! Kopf hoch - und: Du bist nicht alleine in deiner Situation!
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Geschrieben am 03.02.2012 um 12:15.

brimborium

Beiträge: 8

brimborium

Danke für deine Offenheit, Jaund.
Es schmeichelt mir, dass du in mir eine feste Persönlichkeit siehst. Andererseits komme ich mir im Vergleich mit meinen Altersgenossen, die mit beiden Beinen auf der Erde stehen und sich von solchen "Lappalien" wie dem Altern nicht verunsichern lassen, eher wie das Gegenteil einer gefestigten Persönlichkeit vor; nämlich unreif und irgendwie so, als hätte ich die natürliche altersmäßige Entwicklung meiner geistigen Gelasseheit verpasst. Nicht selten komme ich mir bei meinen wechselnden Stimmungen wegen dieses Themas vor wie ein verunsicherter Teenager, der sich ebenfall von vielem schnell herunterziehen lässt und sehr ungefestigt ist.
Da würde ich es mir in der Tat sehr wünschen (!), leichtfüßiger durchs Leben zu schreiten. Welchen Vorteil siehst du denn darin, den Idealen treu zu bleiben? Bisher sehe ich nur Nachteile, die sich eben in diesen negativen Gefühlen wie Traurigkeit oder Missmut niederschlägt. Auch bösartig und zynisch bin ich bisweilen schon gewesen, was ich daran merke, dass meine Freunde und Bekannten sich in diesen Momenten von mir abwenden, weil ich zu düster auf sie wirke. Ich bin demnach schon auf dem Sprung in die Richtung des ewig Meckernden. Was, wie du schon selbst sagtest, niemandem hilft, am wenifsten mir selbst.
Aber es tut gut zu lesen, dass ich da nicht der Einzige bin.
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Geschrieben am 03.02.2012 um 13:07.

Jaund

Beiträge: 84

Jaund

Bis jetzt hast Du dich zumindest von deinen Werten und Idealen nicht von anderen abbringen lassen, wie aus deinen Zeilen, insbesondere im Eröffnungsbeitrag, herauszulesen ist.
Ein wenig verunsichert bin ich jetzt allerdings bzgl. des letzten Beitrages: Hier könnte man ja nunmehr fast herauslesen, dass Du deine eigenen Ideale und deinen eigenen Geschmack von jemand fremden (und sei es ein Psychologe) ganz bewusst gebrochen und in eine andere, bequemere, Richtung umgelenkt haben möchtest, was meiner Ansicht nach entsetzlich und verabscheuungswürdig wäre. Du solltest dich jetzt einmal selbst ganz ehrlich fragen was Du wirklich willst: WILLST Du reifere Männer anziehend finden und dich künftig auf alterlicher Augenhöhe auf körperliche Begegnungen mit diesen beschränken oder WILLST Du das in Wahrheit eben nicht? Kannst Du dir überhaupt vorstellen bei einen reifen Mann, dessen Körper die gleichen natürlichen Verfallserscheinungen zeigt wie dein eigener, die Erfüllung deiner sinnlichen Begehren zu finden? Möchtest Du dahin gelenkt werden, etwa weil dies dein Leben doch erheblich vereinfachen würde - was ja nicht von der Hand zu weisen ist. Oder willst Du einen Weg finden dich selbst so zu akzeptieren wie Du bist (auch deinen Körper!) ohne jedoch in einer künftigen Umstellung deines persönlichen Geschmackes fortan reife Männer begehren zu müssen? Wenn Du dann weißt was Du willst, bzw. vor allem was Du ganz bestimmt nicht willst, dann erst macht es Sinn über eine Lösung nachzudenken.
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Geschrieben am 03.02.2012 um 13:33.

Lederduft

Beiträge: 284

Lederduft

Gelöschter Beitrag

Grund: *Offtopic*

Gelöscht von: Silberblick

brimborium

Beiträge: 8

brimborium

@Jaund: Mein Ziel ist es primär, dass ich mich nicht mehr so schlecht fühle. Dass ich mir nicht mehr so viele Gedanken über das äußerliche Altern mache und mich mit den entsprechenden negativen Gefühlen herumschlagen muss. Und um das in Angriff zu nehmen, fällt mir bis jetzt noch kein anderer Weg ein, als meine Ideale und meinen Geschmack zu "brechen". Die "Umprogrammierung" wäre also kein Ziel meinerseits, sondern Mittel zum Zweck - damit ich mehr Gelassenheit entwickle.

Denn wenn ich mein Altern zwar akzeptiere, aber dennoch gleichzeitig niemals reifere Männer begehre, dann stelle ich mir mein Leben in zehn, zwanzig, dreißig Jahren doch recht einsam vor. Ich möchte nicht so enden, dass mein auschließliches Tageshighlight daraus besteht, einen gemäß meinen Idealvorstellungen bemannten Pornofilm anzuschauen. Vielleicht gibt es noch andere Auswege, aber da fällt mir im Moment nichts zu ein.
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Geschrieben am 04.02.2012 um 14:24.

Gelöschtes Mitglied

Zitat von brimborium:

Denn wenn ich mein Altern zwar akzeptiere, aber dennoch gleichzeitig niemals reifere Männer begehre, dann stelle ich mir mein Leben in zehn, zwanzig, dreißig Jahren doch recht einsam vor. Ich möchte nicht so enden, dass mein auschließliches Tageshighlight daraus besteht, einen gemäß meinen Idealvorstellungen bemannten Pornofilm anzuschauen. Vielleicht gibt es noch andere Auswege, aber da fällt mir im Moment nichts zu ein.



Gibt es. Man kann auch sein Alter akzeptieren und muss trotzdem nicht so aussehen wie der Mainstream. Für mich persönlich ist das nix, denn ich habe keine Lust, ständig auf Diät zu sein, durch die Kosmetikregale zu schlendern und mich im Fitnessstudio zu schinden. So ist das nun mal. Ich habe hohen Blutdruck und eine ordentliche Wampe. Und da ich ebenfalls keine reifen Männer mag, bleibt nur der Pornofilm. Kann ja auch ganz nett sein, den kann ich wenigstens ausschalten. Aber es gibt ja auch die reifen Männer, die in Form bleiben wollen. Manche sind ziemlich geil in Form, und die werden dann oft auch noch von jungen Typen angemacht. Nicht alle Jungen stehen nur auf Junge. Ein gutaussehender Vierziger ist was anderes als ein einfach um zwanzig Jahre gealterter Zwanzigjähriger. Und ewig zwanzig gibt's nun mal nicht.
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Geschrieben am 04.02.2012 um 16:27.

brimborium

Beiträge: 8

brimborium

Zitat von Nackig67112:


Gibt es. Man kann auch sein Alter akzeptieren und muss trotzdem nicht so aussehen wie der Mainstream. Für mich persönlich ist das nix, denn ich habe keine Lust, ständig auf Diät zu sein, durch die Kosmetikregale zu schlendern und mich im Fitnessstudio zu schinden. So ist das nun mal. Ich habe hohen Blutdruck und eine ordentliche Wampe. Und da ich ebenfalls keine reifen Männer mag, bleibt nur der Pornofilm. Kann ja auch ganz nett sein, den kann ich wenigstens ausschalten.



Ich kann nachvollziehen, dass man sich nicht ewig selbst kasteien will, nur um irgendwie mithalten zu können. Aber wie fühlst du dich dabei, wenn du nur noch Pornos schaust? Hast du dich damit abgefunden, macht dich das traurig, oder regt dich das auf...? Oder ist es dir egal? Wenn ja, wie hast du diese Gelassenheit entwickelt, mit dem Wissen, dass du vermutlich nie (mehr) einem solchen "idealen" jungen Mann real nah sein wirst?
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Geschrieben am 04.02.2012 um 17:24.

Gelöschtes Mitglied

Mit 55 ist mir das allmählich egal. Das Problem dürften ja einige Männer haben, ob nun Homo oder Hetero: mit 55 kriegst Du nun mal keine 20jährigen mehr, es sei denn Du zahlst. Da ist der Porno vielleicht noch besser, als sich mit Strichern/Nutten abzugeben. Manchmal geht noch was im Park oder im Sexkino. Dein Problem ist ja offensichtlich so gelagert, dass Du nicht nur 20jährige haben, sondern auch selber immer 20 bleiben willst. Das funktioniert nicht, und man wird allmählich bekloppt, wenn man es trotzdem will. Aber wer die Disziplin hat, sich in Form zu halten, schlank zu bleiben, sportlich auszusehen, der kann sicher lange attraktiv bleiben, auch für Junge. Scheint mir eine gute Möglichkeit zu sein. Wer immer wie ein Zwanzigjähriger aussehen will, der sollte sich spätestens mit 30 erschießen.
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Geschrieben am 05.02.2012 um 12:23.

brimborium

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brimborium

Bevor ich mich erschieße, hätte ich aber gerne noch etwas weniger drastische Lösungsvorschläge ausprobiert :)
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Geschrieben am 06.02.2012 um 14:14.

knuddelhajo

Beiträge: 6273

knuddelhajo

@brimborium:
Okay, kein Problem :D
Die vernünftigste Lösung des Problems wäre vielleicht die, sich mal vor einen grossen Spiegel zu stellen und die Augen richtig aufzumachen, und zwar so dass man nicht nur das Idealbild von sich wahrnimmt, welches jeder so für sich in seinem Kopf abgespeichert hat. Die Jahre gehen an niemandem spurlos vorbei, (das ist dann auch das einzig gerechte in unserem Leben) und jeder ältere Herr der glaubt in der Liga der Boys mitspielen zu können macht sich was vor.

Da sollte man doch schon einigermassen realistisch bleiben und sich damit abfinden, dass man für die "Boys" nicht ungedingt ein Objekt der sexuellen Begierde ist wenn man in die Jahre gekommen ist. Sicher gibt es auch welche die auf ältere stehen, aber das ist dann schon eher die Ausnahme.
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Geschrieben am 06.02.2012 um 16:08.

Geändert am 15.02.2012 um 22:59.

Gelöschtes Mitglied

geloscht
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Geschrieben am 09.02.2012 um 11:18.

Geändert am 06.03.2012 um 15:58.

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